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Biografie
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Peter LeonardPeter Leonard, Intendant des Volkstheaters Rostock und der Norddeutschen Philharmonie, ist im internationalen Musikleben weltweit gefragt. Beliebt sind seine Aufführungen besonders wegen ihrer musikalisch präzisen und den Zuhörer tief berührenden Interpretationen. Er überzeugt hierbei mit einem außergewöhnlich umfangreichen Repertoire, das er gleichermaßen für Konzert und Oper beherrscht.

Künstler wie Montserrat Caballé, Marcelo Alvarez oder Ute Lemper begleiteten jüngst seine musikalische Arbeit. Im Juli 2007 dirigierte er im Rahmen der Classic Open Air die vielbeachtete Wiener Strauß Gala auf dem Berliner Gendarmenmarkt. Die gemeinsamen Auftritte mit der ehrwürdigen Berliner Singakademie im Berliner Konzerthaus boten  Aufführungen des Elias Oratoriums von Felix Mendelssohn Bartholdy.

Mehr als 20.000 neue Konzertbesucher innerhalb eines Jahres gewann er als Generalmusikdirektor am Rostocker Volkstheater und Chefdirigent der Norddeutschen Philharmonie. Er startete während seines Engagements zahlreiche neue Initiativen – herausragend hierbei das Projekt Wagner an der Ostsee mit dem Ziel, den hohen sängerischen Anspruch des Wagner-Repertoires weiterzuentwickeln. Seinen Traum, eine sonst wenig beachtete Altersgruppe mit Orchestermusik vertraut zu machen, konnte er mit der neuen Konzertreihe Konzerte für Teens realisieren. Für die Finanzierung gelang es ihm, mit AIDA Cruises Deutschlands größten Kreuzfahrtanbieter als Sponsor zu gewinnen. Durch diverse Crossover-Projekte vergrößerte Peter Leonard die stilistische Breite seines Orchesters und brachte es so einem wesentlich größeren Publikum nahe.

Einladungen führen Peter Leonard immer wieder quer durch Nordamerika. Orchester wie das New York Philharmonic sowie Orchester in Alabama, Dayton, Edmonton, Florida, Jackson, Nashville, New Mexico, Rhode Island, Spokane, Tucson, West Virginia und Winnipeg hat er dirigiert. In Deutschland arbeitete er unter anderem mit den Orchestern in Aachen, Augsburg, Bremerhaven, Dessau, Frankfurt, Hagen, Heidelberg, Herford, Hof, Kaiserslautern, Karlsruhe, Konstanz, Lübeck, Rostock, Siegen, Solingen und Suhl. International war er zu Gast bei Mexico Citys Orquesta Filarmonica de la UNAM, dem Pusan Philharmonic Orchestra in Korea und der Belgrader Philharmonie.

Ein großes Echo in der Medienkritik erlangte Peter Leonard 2006, als er die Weltpremiere der vollständigen Version Bohuslav Martinůs Filmoper Die Drei Wünsche leitete. Als rühriger Operndirigent beherrscht er ein außergewöhnlich breites Repertoire. Seine verständigen Interpretationen des deutschen Stammrepertoires brachten ihm Engagements für Werke von Mozart über Weber und Strauss bis hin zu Hindemith und Berg. Besonders erwähnenswert ist der Erfolg seines Augsburger Ring. Diese Inszenierung brachte ihm die Einladung zur Arbeit an Deutschlands „Opernhaus des Jahres“ (Opernwelt) in Stuttgart. Auch Peter Leonards Liebe zum Gesang zeigt sich unmittelbar in seiner Arbeit. Dies erklärt das ausdrückliche Wohlwollen das seinen Interpretationen der italienischen Meister, insbesondere Verdi und Donizetti, stets angedeiht.
Peter Leonard realisierte viele Erstaufführungen zeitgenössischer Werke, dabei unter anderem von den Komponisten Copland, Crumb, Egk, Finney, Holst, Hovhaness, Korn, Martinů, Maw, Pasatieri, Rorem, Thomas, Thorne, Wilder und Zwilich.

2002 beendete Peter Leonard eine erfolgreiche siebenjährige Amtszeit als Generalmusikdirektor der Stadt Augsburg. Während dieser Zeit brachte er eine ganze Reihe Werke für Konzert und Oper auf die Bühne. Besonderes Aufsehen erregte seinerzeit die bahnbrechende Neuinszenierung von Wagners Ring der Nibelungen.

Der begnadeter Redner Peter Leonard eignet sich als ausgezeichneter Kopf für die Behandlung ernsthafter Problematiken der Geschäfts- und Lebenswelt aus dem spannenden Blickwinkel der Kunst. Als Music Director des angesehenen Wirschaftsberatungsunternehmens The International Forum gab er Seminare zum Thema Leadership Through Music, eine Erfahrungsstudie mit  Focus auf die Bedeutung von Musik im alltäglichen Leben. Des weiteren sprach er in fließendem Deutsch an der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Baden-Württemberg über sein Fach. Ebenso dozierte er am Dartmouth College’s Tuck Executive Education Program in New Hampshire und am Verity in Toronto.

Im Kennedy Center in Washington gab er Konzerte mit der Westdeutschen Sinfonia. Er dirigierte das erste wichtige Tourneekonzert in Washington nach nur wenigen Stunden Vorbereitungszeit, da er kurzfristig für den plötzlich erkrankten Leiter des Ensembles einsprang. Die Zeitung The Washington Post schrieb daraufhin, "the musicians had as much fun as the audience [during an] evening of polished performances".

Als erster Preisträger des American Symphony Orchestra League's Conductor's Program Award dirigierte Peter Leonard die New York Philharmonic. Bravo Cable Network und Ovation Magazine ehrten seine außergewöhnlichen Verdienste für das amerikanische Musikleben.

Ganze elf Spielzeiten war Peter Leonard gefeierter Music Director des Shreveport Symphony Orchestra. Vorher war er Music Director des Youngstown Symphony Orchestra, für das er sich bis 1986 als musikalischer Berater betätigte. Von 1979 bis 1981 war er Conductor-in-Residence des Louisville Orchestra. In dieser Zeit bestritt er allein über die Hälfte des gesamten Orchesterprogramms. Gleichzeitig war er leitender Dirigent der Reihe Super Pops. Insbesondere belebte er den Ruf des Louisville Orchestra als Hort der zeitgenössischen Musik wieder. Das gelang unter anderem durch die Etablierung eines Festival of New Music, zu dessen Anlaß eine Reihe von Auftragswerke komponiert und aufgeführt wurden. Unter Peter Leonard gewann  das Louisville Orchestra den begehrten ASCAP Award für exzellente Programmgestaltung.

Als Musikdirektor in Shreveport initiierte Peter Leonard ein neues Tanz/Live Musik Abonnement, eine  wöchentliche Radiosendung (Live-Mitschnitte, selbst moderiert), erweiterte Programme für Kammerorchester, eine Kammermusikserie sowie die Praxis von Konzerteinführungen. Er erweiterte den Radius regionaler Gastspiele und vernetzte die Zusammenarbeit der regionalen Kulturgruppen. Zu Ehren dieser umfangreichen Aktivitäten rief die Stadt Shreveport den 6. April 1989 zum „Peter Leonard Day“ aus. Außerdem gewann er den National Arts Associates Award des Musikverbandes Sigma Alpha Iota für seine musikalischen Verdienste.

CD-Produktionen verwirklichte Peter Leonard mit Albany, CRI, Opus One, Painted Smiles, Premiere Recordings und First Edition Records. Darunter wurden auch einige Premieren eingespielt, z.B. die mit dem Pulitzer Preis ausgezeichnete Air Music von Ned Rorem. Der Stereo Review bezeichnete seine Einspielungen von Werke Roger Sessions’ als besonders verdienstvoll und nannte sie „Recording of Special Merit“.Geboren und aufgewachsen in der Region Boston, zog es Peter Leonard zum Studium an die Juilliard School nach New York. Dort wurde er zum Studium in der Dirigierklasse von dem berühmten Jean Morel aufgenommen. Hier gewann er diverse Graduiertenprämien für Aufführungs- und Aufnahmeprojekte. Förderstipendien führten ihn ans Mozarteum nach Salzburg, zum Aspen Music Festival, nach Tanglewood und Bayreuth.